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Eva Walkner im Interview

 Ⓒ Freeride World Tour

Eva, eine Frage, die sich wahrscheinlich viele stellen, wie kommt man zu so einer Sportart wie Freeriden?

Naja, wenn man auf der Piste keine Herausforderung mehr findet und das Skifahren auf brettelebenen Strecken langweilig wird sucht man sich was neues. Aber Freeriden ist noch so viel mehr, ich meide die Massen auf den Skipisten, genieße lieber die Natur abseits vom Skitourismus. Da ist Freeriden die perfekte Sportart für mich. Außerdem ist das Gefühl einen Pulverhang zu befahren unbeschreiblich.

Erzähl doch mal wie du dich auf eine Saison vorbereitest und gibt es für dich als gebürtige Kuchlerin spezielle Plätze im Salzburger Land, wo du dich zum Training gerne zurückziehst?

Ich trainiere 5 Mal die Woche 4 – 6 Stunden im Olympiazentrum Rif. Ein höchst professionelles Training, welches mir mein Trainer Reinest Innerhofer zusammenstellt und mich betreut. Ohne diese monatelange Vorbereitung würde ich die Erfolge nicht feiern. Natürlich nutze ich auch die super Möglichkeiten bei mir daheim. Mountainbiken, Klettern, Berggehen, Riversurfen, Longboarden, Slacklinen, … Alles das haben wir vor der Haustüre, wir leben im Paradies.

Was inspiriert dich immer wieder aufs neue dich in solche Berghänge zu stürzen und wie minimierst du die alpinen Gefahren, wie zb. Lawinen?

Indem ich meine Grenzen kenne, weiß was ich kann aber auch was ich nicht kann. Ich mich so gut es geht informiere, weiterbilde und auf mein Bauchgefühl höre. Nein zu sagen kostet sehr oft mehr Überwindung als einem lieb ist. Die inspiration sind die Berge. Was gibt es schöneres als eine magischen Berg mit Skiern zu befahren, die perfekte Linie zu suchen, idealerweise mit Pulverschnee und Sonnenschein. Nichts anderes gibt mir so viel Energie wie die heimischen Berge. Glückseeligkeit und Zufriedenheit.

Ⓒ Freeride World Tour 

Du kommst ja sehr viel in der Welt herum, wo war es für dich bis jetzt am schönsten die Spuren im Schnee zu hinterlassen?

Wenn man so viel reist geniest man es umso mehr wenn man mal daheim sein darf. Dort kenne ich mich aus und dort fühle ich mich wohl. Und ich habe durch meine vielen Reisen gelernt meine Heimat noch mehr zu schätzen. Im SalzburgerLand gibt es extrem viele gute Skigebiete, ich entscheide immer nach Wetterbericht und Schneelage wo ich Freeriden gehe. Jedes Gebiet hat seine Perlen.

Jetzt bist du ja schon einige Zeit als professionelle Freeriderin unterwegs. Wie siehst du die Entwicklung von Freeride, wo wird sie in Zukunft hinführen?

Man muss ja nur 10 Jahre zurückblicken, wie viel Freerider damals im Gelände waren und wie viel es jetzt sind. Ich denke dann ist klar dass dieser Sport einen extremen Zulauf bekommen hat welcher noch lange nicht vorbei ist. 

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