Mit der Kamera in den Bergen: 8 Tipps für die perfekten Bergfotos, Bild 1/1

Mit der Kamera in den Bergen: 8 Tipps für die perfekten Bergfotos

1. Die richtige Fotoausrüstung mitnehmen

Wie bei jeder „normalen“ Bergtour ist es wichtig, im Vorfeld für die richtige Ausrüstung zu sorgen. Lassen Sie die Schultertasche lieber daheim – ein Kamerarucksack ist für kurze wie lange Bergtouren besser geeignet, da Sie so in schwierigen Passagen beide Hände frei haben. Außerdem werden die Schultern gleichmäßig belastet und das lästige Zurechtrücken der Tasche beim Gehen entfällt. In den Kamerarucksack gehören außer der Kamera ein passender Regenschutz für die Ausrüstung, eventuelle Filter und das Objektiv Ihrer Wahl. Achtung: nehmen Sie nur das Nötigste mit! Wenn Sie den Sonnenaufgang oder den Sonnenuntergang fotografieren möchten, ist ein Stativ jedoch absolut notwendig. Inzwischen sind leichte Varianten aus Carbon auf dem Markt, eine sinnvolle Investition wenn Sie häufig mit der Kamera in den Bergen unterwegs sind.

 

2. Mit Gleichgesinnten fotografieren

Fotografieren macht mit Gleichgesinnten einfach mehr Spaß. Nicht-Fotografen haben (verständlicherweise) eher das Ziel vor Augen – der Gipfel, die Hütte – wodurch lange Pausen für Fotos während der Tour eher die Ausnahme sind. Ein gutes Foto braucht allerdings Zeit, vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Mittagssonne oder Gegenlicht. Bei einer Wanderung mit einem anderen Hobbyfotografen fällt dieser Zeitdruck weg! Verbinden Sie doch den nächsten Foto-Ausflug mit einer geselligen Wandertour und inspirieren Sie sich gegenseitig zu neuen Motiven oder tauschen Sie Know-How aus.

 

© Saalfelden Leogang Touristik GmbH

3. Das richtige Timing

Tourenplanung ist bei jeder Wanderung ein absolutes Muss – und auch in der Fotografie! Wenn Sie die Kamera dabei haben und ein konkretes Motiv (beispielsweise einen bestimmten Berggipfel) einfangen wollen, sollten Sie sich unbedingt mit den Lichtverhältnissen beschäftigen. Planen Sie Ihre Bergtour nach Möglichkeit so, dass Sie nicht in der Mittagssonne fotografieren müssen. Durch den hohen Sonnenstand ist das Licht hart, der Kontrast zwischen Licht und Schatten ist besonders hoch und die Bilder können fahl wirken. Auch gilt es zu beachten, dass das Motiv Ihrer Wahl nicht genau dann im Schatten liegt, wenn Sie es ablichten wollen. Mithilfe einer Wanderkarte können Sie bestimmen ab wann welcher Berg im Schatten liegt.Wem das zu kompliziert ist, kann ein App zu Rate ziehen, beispielsweise „The Photographer's Ephemeris“ , ein App, das für jeden Ort weltweit die Lichtverhältnisse zu einer bestimmten Uhrzeit berechnet.

 

4. Ein Motiv finden, das die Bergwelt verkörpert

Ein gelungenes Landschaftsfoto spiegelt auf gekonnte Art und Weise die besondere Atmosphäre des Ortes wieder. Typische Motive sind natürlich die Tierwelt (Kühe, Ziegen, Steinböcke, Gämse) aber auch malerische Hütten, Wegweiser, Brunnen, etc. Spielen Sie bei der Auswahl Ihres Motivs auch mit der Perspektive! Gehen Sie beispielsweise in die Hocke, um ein Zicklein auf Augenhöhe zu fotografieren oder positionieren Sie sich auf einer Erhebung um eine spannende „Draufsicht“ zu erzielen. Behalten Sie dabei den berühmten „goldenen Schnitt“ im Hinterkopf: das Motiv sollte nie genau in der Bildmitte positioniert werden, da das Foto so unharmonisch und etwas „langweilig“ wirkt.

 


5.
Größenverhältnisse darstellen

Es ist nicht einfach die beeindruckenden Naturschauspiele einzufangen, die wir auf einer Wanderung erleben: die steil abfallende Felswand, der tosende Wasserfall, der ausgesetzte Berggipfel... Oft wirken diese Motive auf dem Foto „kleiner“ und weniger beeindruckend als sie in Wirklichkeit sind. Das liegt daran, dass Höhe und Weite ohne Bezugspunkte schwer einzuschätzen sind. Anderes gesagt: eine steile Felswand wirkt erst richtig „hoch“ wenn ein kleiner Kletterer an ihr hängt, ein Bergmassiv gewinnt durch eine winzige Hütte optisch an Höhe, Wanderer auf einem Felsgrat machen das Bild erst richtig spannend!

 

6. Die „blaue Stunde“ und die „goldene Stunde“ zum Fotografieren nutzen

Wie bereits erwähnt sollte beim Fotografieren die Mittagszeit nach Möglichkeit vermieden werden. Besonders stimmungsvolle Fotos können in der sogenannten „blauen Stunde“ entstehen, der Zeit zwischen Morgendämmerung und Sonnenaufgang, beziehungsweise Abenddämmerung und Sonnenuntergang. Fotos, die in der „goldenen Stunde“ entstehen – die Zeit direkt nach Sonnenaufgang, bzw. vor Sonnenuntergang ­– wirken wie in warmes, goldenes Licht getaucht. Auch Morgennebel oder frischer Tau auf der Wiese kann dem Bild eine idyllische Note verleihen. Zwei wichtige Ausrüstungsgegenstände: ein Stativ und eine gute Stirnlampe für den Hin- und Rückweg!

 

 © Saalfelden Leogang Touristik GmbH

7. Schlechtes Wetter hat auch seine Reize

Auch „schlechtes“ Wetter wie Nebel kann in den Bergen für interessante Fotos sorgen! Wanderer, die langsam in einer dichten Nebelwand verschwinden, eine einsame Hütte in der unwirtlichen Hochgebirgslandschaft – bei schlechtem Wetter lässt sich eine mysthische Stimmung einfangen, die bei blauem Himmel mit „Postkartenfeeling“ nicht entstehen kann. Wichtig sind hier vor allem Motive, die sich vom Nebel abheben, beispielsweise eine kleine Brücke über einem Gebirgsbach, Kühe im Nebelmeer, Wanderer in bunt leuchtenden Jacken... Wichtig bei der Schlechtwetterfotografie ist es, einen passenden Regenschutz für die Kamera parat zu haben. Auβerdem: nicht alle Bergtouren sind geeignet bei schlechtem Wetter! Im Zweifelsfall lieber nachfragen, beispielsweise bei unserem Sportconcierge im HOME OF SPORTS.

 

© Saalfelden Leogang Touristik GmbH


8. Sicherheit geht immer vor

Der letzte und vielleicht wichtigste Punkt: die eigene Sicherheit geht immer vor! Beim Fotografieren ist man abgelenkt und nimmt seine Umgebung nicht mehr zu hundert Prozent wahr.  Riskante Manöver für möglichst spektakuläre oder perfekte Fotos lohnen sich nicht – lieber daheim am Bildbearbeitungsprogramm kleine Makel ausbessern als unnötige Risiken eingehen. Wie bei jeder Wanderung gehört auch zum Foto-Ausflug in die Berge eine sorgfältige Tourenplanung, Wechselkleidung und festes Schuhwerk.

 

Viel Spaβ beim Fotografieren in der Salzburger Bergwelt wünscht Ihnen Ihr #homeofsports!

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